GLNS berät zooplus bei Delisting

Das Delisting des Online-Tierbedarfshändlers zooplus ist abgeschlossen. Am 12. Januar 2022 war das Unternehmen zum letzten Mal an der Börse notiert. Seitdem sind die zooplus-Aktien nicht mehr zum Handel im regulierten Markt und im elektronischen Handelssystem (XETRA) an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Auch im Teilbereich Berlin Second Regulated Market der Wertpapierbörse Berlin und im Freiverkehr an den Börsen Düsseldorf, München, Stuttgart und Hannover sowie auf Tradegate Exchange wurde der Handel eingestellt.

Die beiden Investoren Hellman & Friedman und EQT sind davon überzeugt, dass zooplus davon profitieren wird, nicht länger als börsennotiertes Unternehmen zu agieren. So könne sich der Online-Händler besser auf längerfristige Ziele konzentrieren und müsse sich nicht mehr nach den kurzfristigen Erwartungen des Kapitalmarkts und den regulatorischen Anforderungen an börsennotierte Unternehmen richten, teilten die Private-Equity-Häuser mit.

Hellman & Friedman sowie EQT hatten sich im vergangenen Herbst ein spektakuläres Bieterrennen um zooplus geliefert. Ende Oktober verbündeten sich die ursprünglichen Rivalen jedoch, um die bestehende Patt-Situation zu beenden: Gemeinsam boten sie den Aktionären im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 480 Euro pro Aktie an. Rund 89 Prozent der Aktionäre nahmen das Angebot daraufhin an.

Im Anschluss unterbreiteten die Investoren über die Holdinggesellschaft Zorro Bidco S.à r.l ein öffentliches Delisting-Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien. Das Angebot endete am 12. Januar 2022, womit auch das Delisting von zooplus wirksam wurde. Insgesamt hält Zorro Bidco nun rund 97 Prozent der zooplus-Aktien. Die erfolgreiche Übernahme war insgesamt rund 3,6 Milliarden Euro schwer und zählt damit zu den größten Deals in 2021.

GLNS hat zooplus im gesamten Übernahmeprozess sowie beim Delisting umfassend beraten. Zum Team unter der Federführung von Dr. Tobias Nikoleyczik gehörten Dr. Bernd Graßl, Malte Krohn und Nadja Crombach (alle Aktien- und Kapitalmarktrecht) sowie Dr. Anselm Lenhard (Finanzierung).

Hellman & Friedman wurde von Freshfields Bruckhaus Deringer beraten.

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