Aktuelles

Aktuelles – News von GLNS

01.12.2013

FG Münster: Nicht jedes Näheverhältnis schließt Abgeltung­steuer aus

Die Anwendung des Abgeltungsteuersatzes in Höhe von 25 % u.a. auf Zinseinkünfte ist grundsätzlich ausgeschlossen, wenn Gläubiger und Schuldner der entsprechenden Kapitalerträge „einander nahe stehende Personen sind“. Das FG Münster hat nun entschieden, dass nicht jedes Näheverhältnis zwischen Gläubiger und Schuldner die Anwendung des Abgeltungsteuersatzes ausschließt, sondern der im Gesetz verwendete Begriff des „Nahestehens“ eng am Gesetzeszweck auszulegen ist (Urteil vom 20.09.2013 – 4 K 718/13 E). 

weiterlesen
01.12.2013

Haftung von Geschäftsführern und Vorständen bei Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit

Das OLG München hat in einer kürzlich ergangenen Entscheidung die Haftung eines Geschäftsführers gegenüber der von ihm geleiteten Gesellschaft wegen der Stellung eines Insolvenzantrags bejaht. Das Gericht betont, dass ein Geschäftsleiter gegen den Willen der Gesellschafter keinen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellen dürfe. Die Entscheidung hat in der Literatur Widerspruch hervorgerufen, und das Rechtsmittelverfahren ist gegenwärtig beim BGH anhängig, weswegen es lohnt, das Urteil einer kritischen Würdigung zu unterziehen.


weiterlesen
01.12.2013

Keine zivilrechtlichen Ansprüche bei unterlassenem Pflichtangebot

Nach § 35 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) ist derjenige, der die Kontrolle über eine Zielgesellschaft erlangt hat (also mindestens 30 Prozent der Stimmrechte an ihr hält), verpflichtet, diesen Umstand zu veröffentlichen und ein Angebot zum Erwerb der übrigen Aktien der Zielgesellschaft abzugeben (sog. Pflichtangebot). Sinn dieser Vorschrift ist der Schutz der Minderheitsaktionäre, die auch im Falle eines Kontrollerwerbs außerhalb eines Übernahmeangebots die Möglichkeit haben sollen, ihre Wertpapiere zu einem angemessenen Preis zu veräußern.

weiterlesen
01.09.2013

BFH: Verdeckte Gewinnausschüttung ist keine Schenkung

Die Finanzverwaltung hatte in der jüngeren Vergangenheit mit ihrer Auffassung, dass eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) grundsätzlich schenkungsteuerpflichtig ist, für erhebliche Unruhe bei Steuerpflichtigen und Beratern gesorgt. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun klargestellt, dass bei einer vGA keine freigebige Zuwendung der Kapitalgesellschaft gegeben ist und somit durch eine vGA grundsätzlich keine Schenkungsteuer ausgelöst wird.

weiterlesen
01.09.2013

Der fehlerhaft bestellte Aufsichtsrat

Wird die durch Beschluss der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft erfolgte Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern erfolgreich angefochten, waren bisher insbesondere die Rechtsfolgen für die Beteiligung des betroffenen Aufsichtsrats für den Zeitraum zwischen (vermeintlicher) Bestellung und der Gerichtsentscheidung über deren Unwirksamkeit umstritten. In einer kürzlich ergangenen Entscheidung hat der BGH zu dieser äußerst praxisrelevanten Frage Stellung genommen. Im Grundsatz will der BGH entsprechende Personen als Nichtmitglieder behandeln und sieht in Konsequenz die unter ihrer Beteiligung gefassten Beschlüsse als unwirksam an, soweit ihr Zustandekommen von deren Mitwirkung abhing. Allerdings sollen für bestimmte Sachverhaltskonstellationen

weiterlesen
01.09.2013

Die persönliche Haftung von GmbH-Gesellschaftern

Der BGH hat vor Kurzem entschieden, dass die Gesellschafter einer GmbH, die einen Beschluss über die Einziehung von Geschäftsanteilen gefasst haben, dem ausscheidenden Gesellschafter persönlich haften, wenn sie nicht dafür sorgen, dass die Abfindung aus dem freien Vermögen der Gesellschaft geleistet werden kann (vgl. hierzu Gubitz/Nikoleyczik, NZG 2013, 727). Hier kann es daher zu einer Durchbrechung des Prinzips der beschränkten Gesellschafterhaftung kommen. Die Entscheidung gibt Anlass dazu, sich die wichtigsten Konstellationen in Erinnerung zu rufen, in denen GmbH-Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften.

weiterlesen
01.09.2013

Die persönliche Haftung von GmbH-Gesellschaftern

Der BGH hat vor Kurzem entschieden, dass die Gesellschafter einer GmbH, die einen Beschluss über die Einziehung von Geschäftsanteilen gefasst haben, dem ausscheidenden Gesellschafter persönlich haften, wenn sie nicht dafür sorgen, dass die Abfindung aus dem freien Vermögen der Gesellschaft geleistet werden kann (vgl. hierzu Gubitz/Nikoleyczik, NZG 2013, 727). Hier kann es daher zu einer Durchbrechung des Prinzips der beschränkten Gesellschafterhaftung kommen. Die Entscheidung gibt Anlass dazu, sich die wichtigsten Konstellationen in Erinnerung zu rufen, in denen GmbH-Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften.

weiterlesen
01.09.2013

Neue Möglichkeiten der Unter­neh­mens­­sa­nie­rung – Erste Erfahrungen mit dem ESUG

Durch das zum 1. März 2012 in Kraft getretene Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) wurde das deutsche Insolvenzrecht reformiert. Diese Änderungen der Insolvenzordnung wurden auch international mit großem Interesse verfolgt. Trotz unterschiedlicher Bewertung im Detail herrscht in der Praxis insgesamt ein positives Urteil vor. Die Reform wird überwiegend als gelungen angesehen, da sie einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Sanierungsmöglichkeiten für Unternehmen geliefert hat. Fälle wie die der Unternehmen Pfleiderer, SolarWatt, Leiser oder centrotherm photovoltaics verdeutlichen dies. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen neuen Instrumentarien und ihre Anwendung in der Praxis.

weiterlesen
01.06.2013

Deutscher Corporate Governance Kodex 2013

Am 5. Februar 2013 hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ihre Vorschläge für die diesjährigen Änderungen des Kodex für börsennotierte deutsche Aktiengesellschaften veröffentlicht und erläutert (abrufbar unter www.corporate-governancecode.de). Die interessierte Öffentlichkeit war bis zum 15. März 2013 eingeladen, die vorgeschlagenen Kodexanpassungen zu kommentieren. Die Eingaben sollen in die abschließende Beratung der Regierungskommission am 24. Mai 2013 einfließen, und die Neufassung des Kodex wird dann wie üblich im Sommer im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit verbindlich werden.

weiterlesen
01.06.2013

Insolvenzabhängige Lösungsklauseln sind unwirksam

Insolvenzabhängige Lösungsklauseln sind in einer Vielzahl von Verträgen enthalten. Solche Bestimmungen geben einer Vertragspartei das Recht, den Vertrag im Falle der Insolvenz der Gegenseite außerordentlich zu kündigen, oder sehen sogar vor, dass das Vertragsverhältnis im Insolvenzfall automatisch endet. Die Wirksamkeit solcher Klauseln war bislang in Rechtsprechung und Literatur umstritten. Der BGH hat nunmehr entschieden, dass entsprechende Abreden zumindest in Verträgen über die fortlaufende Lieferung von Waren oder Energie unwirksam sind. Dieser Beitrag erläutert die Hintergründe der Entscheidung und gibt Hinweise für die Vertragspraxis.

weiterlesen
01.06.2013

Nutzung von Geschäfts­chancen durch den geschäfts­führenden Gesell­schafter einer GbR

In einer aktuellen Entscheidung wendet der Bundesgerichtshof (BGH) die so genannte Geschäftschancenlehre auf den geschäftsführenden Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts an. Neben den Besonderheiten des entschiedenen Falles enthält das Urteil auch grundsätzliche Aussagen zu diesem ursprünglich aus dem US-amerikanischen Recht stammenden, selbstständig neben dem Wettbewerbsverbot stehenden Rechtsinstitut. Für die in der Praxis immer wieder vorkommende Situation, dass der Geschäftsführer sich der Gesellschaft bietende Gelegenheiten selber nutzt bzw. nutzen möchte, enthält die Entscheidung interessante Hinweise.

weiterlesen
01.06.2013

Steuerpflicht für Streubesitzdividenden nach § 8b Abs. 4 KStG n.F.

Nach einer jüngsten Gesetzesänderung sind nunmehr Erträge aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, an denen eine Kapitalgesellschaft zu weniger als 10 % beteiligt ist, (sog. Streubesitzdividenden) körperschaftsteuerpflichtig. Gewinne aus der Veräußerung von solchen Streubesitzbeteiligungen bleiben (vorerst) nach § 8b KStG (im Ergebnis zu 95 %) steuerfrei. Bei Beteiligungen an Kapitalgesellschaften von weniger als 10 % sollten ggf. Möglichkeiten der Gestaltung geprüft werden.

weiterlesen